HITLER ATTENTAT: Warum mußte es SCHEITERN?

Manche Quellen sollte man wirklich nicht lesen! Tut man das, dann bekommt man einen richtig breiten Hintern in die Hose, wenn man feststellt, genau so auch schon gedacht zu haben!

Was habe ich also gelesen? Im zweiten Weltkrieg sollte Stalin ermordet werden. Ähnliches galt wahrscheinlich auch für Hitler. Auf Churchill soll es auch ein Attentat gegeben haben. Dabei ist dann möglicherweise ein Double Churchills ums Leben gekommen. Wirklich verläßliche Fakten sind mir darüber nicht bekannt.

Und dann läßt sich der Agent über seine Chancen aus, nach einen Attentat auf Stalin erfolgreich die Flucht ergreifen zu können und vergleicht das mit dem Staufenberg-Attentat auf Hitler. Tatsächlich geht es darum, wie viel „Risiko“ man einem Attentäter zumuten kann, bei der Tötung einer unverzichtbaren feindlichen Persönlichkeit gefaßt und anschließend getötet zu werden.
Der Text ist so entlarvend, der muß zitiert werden:

  • Auszug der Seiten 264 bis 267
  • Sie saßen zum letzten Mal mit Juri zusammen.
    Der Samowar blubberte still vor sich hin. Plüschsofa und Plüschsessel füllten das enge Zimmer fast völlig aus.
    »Du kommst mit!« sagte Stepan energisch. »Und wenn wir dich entführen.«
    »Ich will aber nicht!«
    »Du wirst mitkommen!« beharrte auch Alexandra. »Hier ist meine Heimat. Hier will ich sterben und begraben sein!«
    »Sie lassen dich hier aber nicht sterben!« mahnte Stepan. »Und du wirst nicht begraben, sondern verscharrt.« Juri schüttelte eigensinnig den Kopf.
    »Komm lieber mit uns mit. Besser in fremder Erde begraben als in der eigenen verscharrt.«
    »Außerdem wird sich morgen die Welt ändern!« sagte Alexandra. »Stalin wird sterben – der Teufel der Teufel. Unsere Toten werden endlich gerächt.«
    »Das wird den Kriegsverlauf ändern!« fügte Stepan zuversichtlich hinzu. »Es wird zum Frieden zwischen Deutschland und unserer Heimat kommen. Dann kannst du zurückkehren und hier . . . sterben!«
    Juri sah die beiden unsicher an.
    »Wenn Aussicht besteht, daß ich zurück kann – in mein geliebtes Moskau . . . dann gut!«
    A
    lexandra und Stepan atmeten hörbar auf.
    »Also: Heute nacht wird die Sprengladung vorbereitet! Wir tanzen auf mehreren Hochzeiten.«
    »Du hast deine Meinung mehrfach geändert«, sagte Juri. »Das ist nicht gut. Man muß bei einem einmal gefaßten Beschluß bleiben! Alte Erfahrung!« »Endgültige Beschlüsse waren vorher gar nicht möglich«, sagte Stepan. »Ich mußte mich erst an Ort und Stelle informieren! So exakt waren deine Berichte schließlich nicht.«
    »Er weiß jetzt, er kann dort unten stehen, zielen, schießen. Aber auch zünden!« ergänzte Alexandra.
    »Etwas eng, aber es geht«, fuhr Stepan fort. »Ich quetsche mich in den Schacht, sehe ihn vorbeikommen, ziele und schieße. Wenn ich ihn nicht treffe, dann zünde ich die Sprengladung!«
    Juri betrachtete ihn zweifelnd.
    »Alexandra hat mir erzählt: Ein Rost trennt dich vom Gang. Da kriegst du doch keine Sprengladung durch! Du kannst doch nicht einfach den Rost rausreißen, die Ladung hindurchwerfen – man würde dich entdekken!«
    »Die Ladung wird den Rost zerreißen!«
    »Aber du – du stehst doch daneben. Sie wird zuerst mal dich zerreißen – einwandfrei!«
    Stepan schlürfte seinen Tee. Als er zu einer längeren Erklärung ausholen wollte, schnitt Alexandra ihm das Wort ab:
    »Es ist eine Verzögerung von fünfzehn Sekunden eingebaut. So lange hat Stepan Zeit zum Klettern. Das fürs erste. Zweitens wird er einen Sandsack mit hinunternehmen. Die Sprengladung wird auf den Gang gerichtet sein, durch den Stalin kommt. Nach hinten, also zu Ste- pans Fluchtweg hin, bildet der Sack einen Schutzwall. Das heißt: Es besteht eine gute Chance, daß Stepan nicht durch die Detonation gefährdet wird. Er ist inzwischen bereits fünfzehn Sekunden auf dem Weg nach oben!« »Das Doppelte wäre besser!« sagte Juri.
    »Fünfzehn Sekunden sind der beste Kompromiß. Sie garantieren, daß sich Stalin noch immer im Gang und nicht im Fahrstuhl befindet.«
    Stepan sagte: »Am zwanzigsten Juli hat das Attentat auf Hitler stattgefunden. In Sonthofen habe ich die internen Berichte einsehen können. Sie haben mich schockiert – vom rein technischen her!«
    »Erzähl, Stepan!«
    »Was mich schockiert hat, ist: Ein Drittel der Beratungszeit wurde auf die Frage verwandt, wie man Hitler am gezieltesten umbringen könne. Weißt du, womit die restlichen zwei Drittel der Zeit verschwendet wurden?«
    »Mach schon, Stepan!«
    »Mit der Frage, wie der Attentäter und seine Helfer das eigene Leben retten könnten. Alles war auf eine Fluchtmöglichkeit ausgerichtet. Wie einfach wäre das ganze Attentat gewesen, wenn man die Opferung des Ausführenden von vornherein in Kauf genommen hätte. Doch dazu fand sich niemand bereit! Stauffenberg mußte entkommen. Es ging ja um die zukünftige Macht! Hitler war, in den Augen dieser Verschwörer, ein Dämon. Aber für die Beseitigung dieses Dämons, für eine Kriegswende auch nur einen einzigen Menschen opfern? Bewußt und gezielt? Keine Spur! Stauffenberg hätte ja nur die Sprengladung in seiner Aktentasche selber auszulösen brauchen – in dem Augenblick, als er sie Hitler ins Gesicht schleudert. Doch nein, er wollte, er mußte überleben! Der Fluchtweg mußte gesichert sein! So weit ging der Haß gegen den Dämon keinesfalls! Was für ein kindisches Unternehmen.«
    »Sie sind hingerichtet worden!« sagte Juri.
    »Sie werden auch moralisch hingerichtet sein, sollten wir den Krieg verlieren!« sagte Stepan entschieden. »Eine solche lasche, nein selbstsüchtige Art, das Übel der Welt unter Schonung der eigenen Machtposition zu beseitigen – allerdings nur unter dieser Voraussetzung-, könnte auch von der Gegenseite nicht akzeptiert werden! Mit ihnen läßt sich kein Kult betreiben. Schließlich haben die Herren Generale, die da ziemlich spät ihre Bedenken äußerten, zunächst einmal recht einträchtig für Hitler gekämpft und gesiegt! Erst als es mit den Siegen nicht mehr so recht klappen wollte, kamen ihnen Bedenken. Was für ein Schmierentheater!«
    »Was Stepan sagen will«, schaltete sich Alexandra ein: »Auch er ist kein Held und will sich nicht bewußt und gezielt von vornherein opfern. Aber ein bißchen mehr Eigenrisiko sollte man bei einem solchen Unternehmen schon eingehen. Nicht nur das Risiko der Verhaftung durch die Gestapo oder den nkwd, sondern auch das Risiko, durch den eigenen Sprengstoff umzukommen! Dadurch unterscheidet sich dieses Attentat von dem des zwanzigsten Juli.«(Zitat Ende)

  • Quelle: Rudolf Braunburg „Kennwort Königsberg“, Roman, Lizenzausgabe mit genehmigung des Franz Schneekluth Verlages, München für die Bertelsmann Club GmbH, Gütersloh.
  • Zum Thema „Generale“ schaut doch mal, was hier zur Seite 97 steht: https://archive.org/details/Geschichtszweifel12 :
  • „Keiner von den Generalen bekennt sich mit Überzeugung zu dem, was er als Tat nicht leugnen kann. Einen menschlich würdigeren Eindruck machen die beiden jungen Offiziere: Bernardis und Klausing.“ (Zitat Ende)
  • TATSÄCHLICH NOCH FRAGEN? SO KANN MAN KEINE TYRANNEN UMBRINGEN!

  • ALS GEDUNGENER MÖRDER, DER FÜR SOLCHE FEIGLINGE ARBEITET, VERFLUCHT MAN SEINE FAMILIE BIS IN ALLE EWIGKEIT!

Als ich noch klein, doof und VERHETZT war, wollte ich zwölf Jahre zur Bundeswehr gehen, um den bösen Sowjets es im Kriegsfall „zeigen zu können“! Das hat, Gott sei Dank, nicht geklappt!

Vor etlichen Monaten hat es im Pinneberg eine Vereidigung gegeben. Passiert ist das auf der großen Wiese hinter der Drostei. An dem Tag bin ich an vier oder fünf Marschformationen in Zugstärke vorbei gekommen. Von diesen Kolonnen, speziell von den begleitenden Offizieren ging eine Negativität aus, das war völlig unbeschreiblich!
So deutlich habe ich das noch nie vorher erlebt!

Was hat mich wahrscheinlich vor der Bundeswehr gerettet? Wahrscheinlich mein Selbstbewußtsein. Ich wurde zum Hitler-Attentat befragt und habe kritisiert, daß Stauffenberg erfolglos war. Dann habe ich angeführt, daß (damals noch so geglaubt) mein Großvater als Admiral mehrfach mit umgeschnallter Pistole bei Hitler hat vorsprechen müssen. Wenn er gewollt hätte, hätte er ihn leicht abknallen können!

Gerüchteweise ist Selbstbewußtsein bei der Bundeswehr nicht erwünscht!

Beim Studium habe ich das der Verkäuferin des Bioladens auch mal erzählt. Als „Gutfrau“ brach deren Welt zusammen und sie bat mich, mich für meinen Großvater zu schämen. Das habe ich verweigert mit dem einfachen Hinweis, ich müsse doch froh sein, daß er meinen Vater in die Welt gesetzt habe.
Brot konnte ich im Laden weiter einkaufen.

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